Archiv der Kategorie: leben

Leb wohl, alter Freund!

Zuerst ist es lediglich ein Gerücht gewesen. Krankenhaus. Okay, das trifft jeden mal. Dann: „Er schaut wirklich sehr schlecht aus… Es schaut schlecht aus.“ Zwei Tage später: „Er soll verstorben sein, aber wir wissen es auch nur aus zweiter, dritter Hand.“ Wirklich ein Gerücht? Es gibt ja viele Menschen, die irgendetwas erzählen, weil sie irgendwo irgendetwas aufgeschnappt haben. Da muss man vorsichtig sein. Nachrichten an zig Leute geschickt, die ihn auch kennen. Leute, die ich teilweise nicht einmal selbst kenne. Niemand hat eine aktuelle Nummer gehabt, niemand hat es genau gewusst. Nur von dem Gerücht hatten die meisten gehört. Immer haben sie nur gesagt: „Wenn du irgendwas erfährst, bitte sag Bescheid.“

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50 Shades of Green

Da sind sie doch noch: die Tränchen. Beim Abschied heute Morgen habe ich kein einziges verdrückt, jetzt kommen sie umso heftiger. Vier intensive Wochen hinterlassen eben ihre Spuren – und das ist gut so. Ich kann nicht zählen, wie viele Umarmungen ich hinter mir habe. Jede einzelne davon hat gut getan. Vielleicht werden wir in dieser Konstellation niemals wieder zusammen kommen, vielleicht aber doch. Das Universum wird schon wissen, was es uns zumuten kann. Für mich ist es trotz allem Trennungsschmerz (Vier Wochen! Himmel und ein bisschen Hölle! Leicht war’s nicht immer, aber schön und gut und notwendig.) kein Abschied. Denn Abschied heißt: für immer. Und unser „Servus, Baba und bis bald“ war kein Abschied für immer. Man trifft einander immer zweimal im Leben. Ich hoffe, es wird mehr als nur zweimal sein.

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Ein Bambi zur Selbstfindung

Ich 3.0. So lautet der Plan. Wer bin ich, was will ich und wo will ich hin? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Im Gegensatz zu Popsternchen wie Miley, Britney oder Justin mag ich mich nicht ständig neu erfinden. Muss ich ja auch gar nicht. Aber ich hab mal irgendwo aufgeschnappt, dass man sich alle sieben Jahre verändert. Also nicht so, wie man sich eh ständig verändert, sondern so richtig. Keine Ahnung, ob das stimmt und warum das so sein soll, vielleicht ist das auch nur irgendein Esoterikgewäsch. Egal, es könnte ja sein…

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Der innere Türsteher

Zwischen all den lustigen Gesprächen an der Punschhütte (ja, in der schönen Donaustadt ist die Saison bereits heute eingeläutet worden, bei fast 20 Grad; es war herrlich! ;)) muss ja auch was G’scheites rauskommen. Zum Beispiel: der innere Türsteher. „Du kommst hier nicht rein.“ Eine Aussage, die ich zugegebenermaßen noch nie gehört habe (als Frau hat man es da auch wirklich einfacher), trotzdem mag ich Türsteher nicht besonders. Auftrainierte, oftmals nicht besonders helle wirkende Kerle, die innerhalb einer halben Sekunde entscheiden, wer in „ihrem“ Club das Recht auf Spaß hat. Oder eben nicht.

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Paarungszeit!

Wer schon mal einen Samstagabend in der Bettelalm (oder jedem anderen Club jenseits der Ein-Promille-Grenze) verbracht hat, kennt das alte Spiel: Die Typen stehen in Reih‘ und Glied an der Bar, mustern die ankommenden (Single-)Damen und markieren voreinander den harten Kerl: Wer muss an der Türe nicht warten, weil er den Türsteher kennt und/oder prominent ist? Wer reißt die geilsten Weiber auf? Wer fällt in seinem Designer-Polo oder durch alberne Tanzeinlagen am meisten auf? Wer hat den tollsten Tisch neben der Bar, weil er dem Chefkellner immer ein gutes Trinkgeld gibt? Kurz: Wer hat den Größten?

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