Alle Beiträge von Sabine

Wählt weise und auch ein bisschen solidarisch

Auf der Straße vorm Haus treffe ich einen alten Bekannten und wir kommen rasch auf die anstehende Nationalratswahl zu sprechen. Eigentlich reden wir selten über Politik, ich vermeide das meistens. Ich bin nämlich sehr unsicher, was seine politische Einstellung betrifft, und ich habe bei ihm immer das Gefühl, dass das für uns nicht so gut enden könnte. Egal, jetzt ist es passiert und es ist gut so.

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Eine sehr lange Nacht der Museen

Die Nacht gehört uns. Und den Museen. „Sehr spannende Sachen gibt’s da“, stelle ich nach der ersten Vorbereitungsrunde fest. „Hab eh nur mal die 20 coolsten rausgesucht.“ Er lacht und verkleinert auf sieben oder acht. „Die sind vielleicht noch halbwegs realistisch.“ „Grobauswahl“, grinse ich. „Es war nur eine GROBAUSWAHL!“ Und speichere die verbliebenen Adressen in Google Maps ein. Für mich ist es übrigens die erste „Lange Nacht der Museen“ in Wien. Erstaunlich, weil es die in Wien seit bald zwei Jahrzehnten gibt. Ist aber so.

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Sommer. Eine Liebeserklärung.

Du fehlst mir, Sommer. Die Leichtigkeit meiner Schritte, wenn ich auf dünnen Sohlen über den aufgeheizten Beton schlurfe. Das Gefühl der Grases unter meinen nackten Füßen. Der warme Fahrtwind, der meine Haare umspielt. Kurze, heftige Regengüsse, die Abkühlung versprechen, um dieses Versprechen dann doch zu brechen. Und dennoch ist es ein schöner Traum. Heftige Sommergewitter. Die vielen kleinen Sommersprossen in meinem Gesicht. Gebräunte Haut.

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Das alte Ehepaar an der Bushaltestelle

In meinem „neue Blogbeiträge“-Ordner liegen aktuell so viele halbfertige Texte und Ideenschnipsel für größere Geschichten, dass eigentlich gar keine Zeit für Anekdoten bleiben dürfte. Aber manchmal sind es gerade diese vermeintlich unbedeutenden Momente, diese kleinen Begegnungen, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Für die anderen Geschichten ist später auch noch Zeit.

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Die 7 besten Schani- und Gastgärten für heiße Sommerabende

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages berühren meine Haare. Der aufgeheizte Beton dringt durch die dünnen Sohlen meiner Sandalen. Ein kühles Bier wird der ausgetrockneten Kehle gut tun. Wir laufen durch die Stadt, lassen uns von der Sehnsucht nach einem schattigen Plätzchen treiben und werden bald fündig. Doch so oft ich auch von noch unentdeckten Schanigärten und Gastgärten in Wien lese und mich von diesen gerne überraschen lasse, so sehr gibt es doch Lieblingsplätze, an die es mich immer und immer wieder zieht oder die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Weil mich diese atemberaubend schönen Gärten auch in der Hitze der Großstadt endlich einmal durchatmen lassen.

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Es ist so eine Sache mit der Scham

Die Frau, die du mehr oder weniger nur vom Sehen und Grüßen kennst, sagt: „Du hast ja viel abgenommen, toll. Jetzt noch fünf Kilo, dann ist es perfekt.“ Sie weiß nicht, was du seit Monaten durchgemacht hast, um 15 Kilo abzuspecken. Die Essstörungen, die Kreislaufzusammenbrüche, das ständige Kalorienzählen, der Kontrollzwang, all die negativen Gedanken, weil sich alles nur noch ums Essen dreht, die Frage, ob du jemals ein völlig normales Verhältnis zu Lebensmitteln haben wirst. Und seien wir ehrlich: Es interessiert sie auch nicht, so wie es die meisten nicht interessiert.

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