Barcelona (Teil 1): Meine neue Lieblingsstadt

Wohin auch immer ich bisher gereist bin, im Vorfeld hat sich zumindest eine Person gefunden, die etwas an meinem Reiseziel auszusetzen hatte. Bei Barcelona: kein einziger. Im Gegenteil. Jeder kam ins Schwärmen. „Meine Lieblingsstadt“ nannte ein Kollege die Hauptstadt Kataloniens und zweitgrößte Stadt Spaniens sogar. Ich kann das jetzt bestätigen: Sie ist einfach (ich benutze dieses Wort nicht besonders oft) zauberhaft. Und nun auch meine Lieblingsstadt.

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Das Zauberhafte fiel mir bereits bei der Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen in die Stadt auf. Rückwirkend betrachtet war es ziemlich blöd, die 28 Euro fürs Taxi zu berappen, denn ein einfaches Ticket für den mit WLAN und Aufladestation ausgestatteten Flughafenbus hätte nur 5,90 Euro gekostet und dieser Bus hält sogar am Plaça de Catalunya, unweit unserer Unterkunft. Aber egal, ich war müde, es war mein Geburtstag und ich wollte einfach auf dem schnellsten Weg ins Hostel, um Ben zu treffen. Immerhin hatten wir uns seit einem halben Jahr nicht gesehen. Große Wiedersehensfreude, Bier und Paella, später kamen Mariola und Lutz dazu, eine Flasche Rotwein unterm Arm. Am nächsten Tag: Kopfweh. Und noch einmal Wiedersehensfreude, weil Nicole endlich zu uns stieß, sie hatte ursprünglich die Idee der gemeinsamen Barcelona-Reise. Weil: Drei Deutsche, eine Österreicherin, eine Chilenin, da sind die Gelegenheiten, einander zu sehen, eher spärlich gesät.

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Das Hostel übrigens… Wenn ihr einmal eine günstige Unterkunft in Barcelona sucht: Das Hostal Fina in der Portaferrissa 11 ist nett, sauber und liegt so zentral, dass wir fast alle Besichtigungen zu Fuß machen konnten.

Zum Beispiel lag die Kathedrale nicht weit entfernt:

Auch zum Palau de la Música Catalana, den Palast der katalanischen Musik, konnten wir locker zu Fuß laufen:

Casa Milà ist eines der berühmten Häuser von Antoni Gaudí. Der Architekt, dessen Stil in der ganzen Stadt zu finden ist, hatte es einst für die Milà-Familie errichtet:

Casa Batlló hatte Gaudí für den Industriellen Josep Batlló i Casanovas grundlegend umgebaut. Wir besichtigten es sogar von Innen, denn meine Freundin Raphaela meinte: „Komm mir ja nicht nach Hause, ohne wenigstens ein Gaudí-Haus besucht zu haben.“ Ich hätte mich eh nicht getraut, es nicht zu tun.

Im Casa Batlló gibt’s übrigens sogar eine Augmented-Reality-Führung, was bei stolzen 22,50 Euro Eintritt auch relativ angebracht ist. Allerdings wird von dem Geld die Erhaltung des Gebäudes bezahlt, insofern geht der Preis wieder in Ordnung. Besonders cool fand ich den komplett in Blau gehaltenen Lichtbrunnen und der Ausblick vom Dach aus ist atemberaubend. Den Gang in den Souvenirshop hätten wir uns dagegen sparen können, denn 13 Euro für einen Magneten, der aus einem Gemisch aus Gips und vier bis fünf Mosaiksteinchen besteht, fand ich eher frech. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass sie im Camp Nou, der Heimat des FC Barcelona, kleine Stücke Rasen für noch mehr Geld verklopfen.

Apropos FC Barcelona: Wer so wie ich auf die Mannschaft steht, kommt in der fußballverrückten Stadt aus dem Staunen nicht heraus. Vom Marathonläufer mit Barca-Flagge über die Messi-Stoffpuppe bis hin zu verrückten Touristen (z.B. mir ;)), die Selfies vor Messi-Plakaten machen: alles dabei.

Generell gilt in Barcelona: Immer den Blick nach oben und nach unten richten. Denn überall gibt es etwas zu entdecken. Wir liefen wirklich viel und vermutlich entging uns auch einiges, aber was wir sahen, war fantastisch.

Vor allem, weil so vieles so schön oder auch einfach komplett verrückt ist. Beim Anblick dieses Briefkastens musste ich zum Beispiel sehr lachen, denn das passte irgendwie zur Gaudí-Stadt, in der ja praktisch alles irgendwie schief ist.

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Wobei es natürlich auch viele coole Gebäude gibt, die nicht von Gaudí geschaffen wurden:

Dann gibt es noch witzige Bewohner und witzige Botschaften:

Und wirklich jede Menge Streetart:

Merke übrigens: Wenn auf dem Haupt der Statue kein Platz für Heiligenschein UND Hut ist, trägt sie den Hut eben einfach umgehängt auf dem Rücken.

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Weiterlesen:

Barcelona (Teil 2): Von der Sagrada Familia geht’s weiter zum Meer

Barcelona (Teil 3): Wie wir Gaudís Salamander nicht (be)suchten, dafür ein U-Boot fanden und uns das Fußballfieber packte

 

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