Barcelona (Teil 2): Von der Sagrada Familia geht’s weiter zum Meer

Wer mich kennt, weiß: Schweigen ist nicht so meine Stärke. In der Sagrada Familia schwieg ich aber für bestimmt eine Stunde, so sehr fesselte mich die Atmosphäre in der Basilika inmitten Barcelonas, die in der deutschen Übersetzung „Sühnekirche der Heiligen Familie“ heißt. Schon die Fassade ist spektakulär. Als ich davor stand, fragte ich mich, ob Antoni Gaudí jemals tatsächlich geglaubt hatte, der Bau würde noch zu seinen Lebzeiten fertiggestellt werden. Okay, dass er von einer Straßenbahn überfahren und so plötzlich aus dem Leben gerissen werden würde, das konnte er nicht wissen, als 1882 mit dem Bau begonnen wurde. Allerdings war er da schon nicht mehr der Jüngste und das römisch-katholische Gotteshaus war zu diesem Zeitpunkt noch immer weit entfernt davon, vollendet zu werden. Ob das überhaupt jemals passieren wird, bezweifeln viele. Geplant ist die Fertigstellung nichtsdestotrotz für 2026, rechtzeitig zu Gaudís 100. Todestag.

Wenn schon die Fassade der Sagrada Familia so spektakulär ist, dann finde ich für das Innere keine Worte. Seht selbst:

Antoni Gaudí hätte es sicher gefallen, dass er in der Krypta unterhalb der Sagrada begraben wurde. Übrigens nicht nur er, sondern auch Josep Maria Bocabella i Verdaguers, der die Idee zum Bau hatte und damit als Gründer der Sagrada Familia gilt.

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Details zur Sagrada erspare ich euch, die findet ihr unter anderem auf der entsprechenden Wikipedia-Seite.

Ein Tipp noch: Kauft eure Tickets lieber vorab online unter sagradafamilia.org, dann müsst ihr nicht so lange anstehen. Wollt ihr auch auf den Turm hinauf, müsst ihr das bereits beim Ticketkauf bedenken. Vor Ort gibt es dann leider keine Chance mehr dafür – schade, dass uns das nicht bewusst war, aber nächstes Mal dann.

Weiter ging es zum Arc de Triomf, der anscheinend gar nicht so wesentlich zu sein scheint, denn zumindest in unserem Reiseführer schien er nicht einmal auf. Wie wir aber (Google sei dank) herausfanden, wurde er 1888 anlässlich der Weltausstellung errichtet.

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Den Weg zum Hafen von Barcelona weist das Kolumbus-Denkmal am unteren Ende der berühmten Rambla. Mit seinem ausgestreckten Arm zeigt Kolumbus in Richtung Mallorca, von wo aus er zu seiner großen Reise aufgebrochen war, eine Seekarte mit der geplanten Route hält er in der anderen Hand. Auf dem Denkmal gibt es auch eine Aussichtsplattform in 60 Metern Höhe, dort waren wir allerdings nicht.

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Was soll ich sagen, er ist sehr schön, der Hafen:

Allerdings ist das noch nichts gegen den Strand:

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Weil… So ein Stadthafen ist schon super, aber ein Stadtstrand ist noch viel genialer. Wir hatten im März zwar jeden Tag ungefähr 13, 14 Grad Celsius, also praktisch Frühling, aber ein bisschen kalt war das Wasser trotzdem noch. Egal, wenn man schon am Meer ist, müssen die Füße einfach rein.

Jetzt ist es an der Zeit, euch ein paar kulinarische Empfehlungen für euren nächsten Barcelona-Trip mit auf den Weg zu geben. Ein paar Tipps haben wir von lieben Menschen zu Hause bekommen (danke), ein tolles Lokal ums Eck empfahl uns eine Mitarbeiterin des Hostels, die wir dann auch prompt dort trafen. Empfehlungen von Einheimischen können ja nie schlecht sein.

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Die Taberna El Papelón liegt sehr nahe am der Rambla, in der Carrer del Carme 25. Wir haben dort fast jeden Tag gefrühstückt und nicht einmal drei Euro für guten Kaffee und belegte Brötchen bezahlt. Am Abend gab’s guten Wein und Tapas.

Das Palosanto in der Rambla del Raval 26 ist auch eine Tapasbar, wo es allerdings auch unfassbar gute Burger gibt, außerdem Mojitos, Sangria… Sehr heimelig, es hätte auf jeden Fall Stammlokal-Potenzial. Das finden übrigens auch die Leute auf Trip Advisor.

Quer durch die Speise- und Getränke-Karte kosteten wir uns dann an unserem letzten Abend in Barcelona bei Rosa Del Raval in der Carrer dels Àngels 6. Ein mexikanisches Lokal übrigens, mit sehr netter Atmosphäre. Es gab Mojitos für 3,50 Euro das Stück und ich hatte am nächsten Tag trotzdem keine Kopfschmerzen. Kann man weiterempfehlen.

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Ich weiß nicht mehr, wie diese in Vinaigrette eingelegten Sardellen heißen. Aber wer auf sowas steht, sollte die echt probieren.

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Und auf jeden Fall Churros, die in flüssige Schokolade getaucht werden!

 

Weiterlesen:

Barcelona (Teil 1): Meine neue Lieblingsstadt

Barcelona (Teil 3): Wie wir Gaudís Salamander nicht (be)suchten, dafür ein U-Boot fanden und uns das Fußballfieber packte

 

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