Der innere Türsteher

Zwischen all den lustigen Gesprächen an der Punschhütte (ja, in der schönen Donaustadt ist die Saison bereits heute eingeläutet worden, bei fast 20 Grad; es war herrlich! ;)) muss ja auch was G’scheites rauskommen. Zum Beispiel: der innere Türsteher. „Du kommst hier nicht rein.“ Eine Aussage, die ich zugegebenermaßen noch nie gehört habe (als Frau hat man es da auch wirklich einfacher), trotzdem mag ich Türsteher nicht besonders. Auftrainierte, oftmals nicht besonders helle wirkende Kerle, die innerhalb einer halben Sekunde entscheiden, wer in „ihrem“ Club das Recht auf Spaß hat. Oder eben nicht.

Aber manchmal, da wünsche ich mir eine Art inneren Türsteher. Einen, der verhindert, dass ich gewisse Menschen immer und immer wieder treffen muss. Einen, der denen zu verstehen gibt: „Das ist meine Zone, mein Revier, du kommst hier nicht rein.“ Ich glaube aber, man nennt das auch: Ausblenden. Oder: sich konfrontieren. Je nachdem. Kann man beides lernen. Weil, wie heute richtig festgestellt worden ist: Sie sind überall, du entkommst ihnen eh nicht. Warum? Eben weil es sowas wie einen Türsteher für mein (öffentliches) Leben nicht gibt. (Ich glaube übrigens, dass genau zu diesem Zweck Wohnungen erfunden worden sind: Nicht, damit mein Bett irgendwo steht oder meine Sachen an einem Ort sind oder ich eine nett ausgestattete Küche habe, sondern: Damit es einen Ort gibt, an dem ich einfach die Türe hinter mir schließen kann. Und sagen kann: „HIER kommst du nun wirklich nicht mehr rein.“)

c Aaron Amat - Fotolia.comc Aaron Amat / Fotolia.com

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