Ein Wien-Guide für Verliebte? Gibt’s wirklich. Zumindest demnächst. Und nein, ich werde ihn nicht schreiben, ich bin ja nicht verliebt. Allerdings habe ich mich gleich für ein druckfrisches Exemplar angemeldet. Um den Praxistest zu machen. „Was, so bald erscheint das schon? Das geht sich nie im Leben aus“, habe ich gemeint. Und bin im Kopf schon sämtliche Pärchen, die ich kenne und die auch nur annähernd auf Wolke 7 zu schweben scheinen, durchgegangen. Hm, der S. Vielleicht? Dem geht’s grad ziemlich gut… Oder die J.? Die war glaube ich schon öfter verliebt als jeder andere, den ich kenne. Zumindest, seit ich sie kenne. M. wäre auch eine Möglichkeit, ja das könnte gut passen…
Alle Beiträge von Sabine
Mein Freund M.
Nach einem richtig netten Abend bin ich nachhause gekommen und auf Twitter über diesen sehr persönlichen Beitrag von Saskia Jungnikl auf der standard.at gestoßen. Es geht um ihren Vater und seinen Freitod. Und das Tabu, das dieses Thema bis heute für viele darstellt.
Der Text hat mich gerade zum Weinen gebracht. Und er hat mich an etwas erinnert, das ich vor vielen Jahren erlebt und über das ich Jahre später (und lange vor dem heutigen Tag) geschrieben habe: Mein Freund M.
Urlaub im Kloster: All about Love
Ratet mal, was zuletzt Hauptthema all meiner Gespräche war. Im Klosterurlaub nämlich. Nein, es war nicht dieser Franziskus, das in meinen Augen ganz undemokratisch gewählte, neue Oberhaupt der röm.-kath. Kirche. Es waren Beziehungen. Welcher Art auch immer. Weil sie wichtig sind. Ob für die Klosterschwestern („Freundschaften sind wesentlich, nicht nur im Kloster, sondern auch außerhalb“, „Beziehungen können vielfältig sein; wenn eine plötzlich endet, wodurch auch immer, tut das schon weh“) oder für die liebe alte Bekannte, die ich am letzten Abend treffe („Was tut sich so in der Liebe?“ – ich frage, sie antwortet; sie fragt, ich antworte).
Urlaub im Kloster: Habemus Matsch
Der Super-GAU ist also eingetroffen: Ich im Kloster und wir sind Papst. Wobei ich mich nicht zu „wir“ zähle, aber die Belegschaft hier hat „Habemus Papam“ ebenso wie die meisten Gäste in helle Aufregung versetzt. Während also alle ins Fernsehzimmer gestürmt sind, sind mein Villacher Bier und ich einfach im Speisesaal sitzen geblieben. Ruhe wollte ich, Ruhe habe ich bekommen. Ich seh’s positiv.
Urlaub im Kloster: Wer suchet, der findet. Vielleicht.
„Ich will hier raus“ – der Gedanke überkommt mich an Tag 2 meines Klosterurlaubs zwar selten, aber immerhin: Er überkommt mich. Zum ersten Mal, als gegen 7:30 die Zimmerschwester an meine Tür klopft. Ich denke, im Kloster steht man früh auf. Trotzdem schlafe ich noch eine Stunde weiter, ich hab‘ ja Urlaub.
Urlaub im Kloster: Wer suchet, der findet. Vielleicht. weiterlesen
Urlaub im Kloster: Gummifrösche und polnische Zeitungen
In den letzten Wochen ist mir alles ein wenig über den Kopf gewachsen. Kein Mensch kann ständig nur arbeiten. Und weil ich mich inzwischen gut genug kenne, um wenigstens im letzten Moment zu erkennen, wann ich knapp davor bin, durchzudrehen, habe ich ein Machtwort gesprochen. Bis zum Toskana-Urlaub im Sommer dauert es mir noch zu lange, also mussten ein paar Tage Spontan-Auszeit her. Inklusive auf den Körper hören und so… Inzwischen ist mir wenigstens bewusst, wie sehr ich dem armen, 33-jährigen Fleisch-Knochen-Muskel-Fett-Gebilde mit jeder Zigarette, die ich rauche, und mit jedem Gramm ungesättigter Fettsäuren, die ich in mich hinein schiebe, schade. Immerhin. Mein Körper und ich nähern uns langsam wieder an. Und bekommen ein paar Tage Urlaub mit langen Spaziergängen, gesundem Essen und viel Schlaf.
Urlaub im Kloster: Gummifrösche und polnische Zeitungen weiterlesen