Archiv der Kategorie: leben

Krankenhausbeige

Was bleibt, wenn der Alltag nur noch aus Besuchszeiten, Rückrufen, Infusionen und kleinen Hoffnungen besteht? Dieser zugegeben sehr persönliche Text ist der Versuch zu erzählen, was Menschen brauchen, wenn Angst, Krankheit und Erschöpfung zum Normalzustand werden: Klarheit, Empathie und offene Kommunikation. Gerade im Gesundheitswesen müsste dafür viel mehr Raum sein. Seit vier Wochen erleben meine Familie und ich aber auch, wie viel Würde und Vertrauen selbst in kleinen Gesten liegt.

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Twitter, mach was. #FreeFrauKassandra

Hallo Twitter, wir müssen reden. Ich kenne mich ja halbwegs gut aus mit Beziehungsproblemen und ich wurde auch schon das eine oder andere Mal „geghostet“. Allerdings habe ich selbst beim Ghosting wenigstens nach ein, zwei Wochen verstanden, warum mich der Kerl nicht mehr will. Bei dir, Twitter, und mir herrscht nun aber schon seit 16 Tagen einseitige Funkstille, nachdem ich dir in den letzten zehn Jahren lieb und teuer war. Oder wenigstens in angenehmer Weise wurscht.

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Warum vor Trickbetrug niemand sicher ist – und wie man sich und andere trotzdem schützen kann

In ihrem Blog schreibt Christa Chorherr, wie sie einem Trickbetrug zum Opfer gefallen ist. Nach allem, was ich weiß, ist es eher ungewöhnlich, dass jemand so offen darüber spricht (beziehungsweise schreibt) wie sie. Viele reden gar nicht darüber und manche gehen vielleicht noch nicht mal zur Polizei. Warum? Scham, unendlich große Scham. Einer unserer Donaustädter Grätzlpolizisten hat mir erst im Frühjahr erzählt, dass manche Opfer von TrickbetrügerInnen daran förmlich zerbrechen. Das ist auch nachvollziehbar. Stellen wir uns vor, wir hätten ein Leben lang gespart, vielleicht gab es auch das eine oder andere Familienerbstück, an dem wir hängen – und plötzlich ist alles weg. Vermeintlich sogar aus eigenem Verschulden, denn wer ist schon so „doof“ und fällt auf einen Trickbetrug herein? Ganz ehrlich: Ich glaube, dass uns das unter gewissen Umständen einfach allen passieren könnte! Nichts daran ist irgendwie doof, auch wenn es sich noch so sehr danach anfühlen mag.

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Walfried kämpft für Gerechtigkeit, kämpfen wir mit ihm!

Ich hatte eine schöne, weitgehend unbeschwerte Kindheit. Aber dieses „Glück“ hat(te) nicht jeder. Das Wort „Glück“ setze ich unter Anführungszeichen, weil das mit Glück nichts zu tun haben dürfte. Jedes Kind verdient die gleichen Chancen für den Start ins Leben – und wenn einem Kind diese Chancen verwehrt bleiben, dann ist das in den meisten Fällen menschengemacht.

Eine zerstörte Kindheit

Walfried Janka hat im Leben nie eine echte Chance bekommen. Das Jugendamt Leibnitz übergab den heute über 50-Jährigen noch als Baby einer Pflegemutter, die eine verurteilte Kindesmörderin war. Walfried wurde über viele Jahre hinweg gefoltert, gequält, missbraucht und vergewaltigt. Er bekam nie Zuneigung, Liebe und menschliche Wärme zu spüren, stattdessen zeigte ihm seine Pflegemutter ihre ganze Verachtung. Ständig wurde ihm gesagt, er sei schlecht, gestört, behindert, erzählt er heute über diese Zeit. Alle schauten weg, niemand half ihm. Selbst dann nicht, als seine schweren Verletzungen sogar im Krankenhaus dokumentiert wurden. Später wurde er in die von den Kreuzschwestern geführte Psychiatrie gesteckt, wo er weiter schwer misshandelt wurde.

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