Man nehme: Eine Frau und zwei Männer, die gemeinsam ans Meer reisen. Man bekomme: reihenweise Lachanfälle und hin und wieder starke Kopfschmerzen angesichts folgender Dialoge. 😉
(Wartend am Autobahnparkplatz:)
„Wieso wartest du da? Wir gehen doch ins Restaurant was essen.“
„Wann haben ‚wir‘ das beschlossen?“
„Na grad vorher haben wir drüber geredet.“
„Hallo? Da bin ich nicht mal bei euch gestanden?!“
Jemand hat sich gerade getrennt. Er ist ziemlich sicher nicht der Einzige, der das genau zu diesem Zeitpunkt getan hat. Viele Menschen trennen sich. Täglich. Auf der ganzen Welt. Und noch viel mehr sollten es tun. Weil sie sich auseinander gelebt haben. Weil sie wenigstens in Gedanken bereits fremdgegangen sind. Weil sie sich lediglich an einer Vorstellung festhalten, die längst der Vergangenheit angehört. Weil bestimmte Lebensziele auseinander gerückt sind. Oder weil diese schon immer unterschiedlich waren, aber im „Erwachsenenalter“ an Bedeutung gewinnen. Einer will Kinder, der andere nicht? Schwierig. Einer will Hausbauen und ins Grüne ziehen, der andere ist ein Großstadtmensch? Auch schwierig. Nicht immer unlösbar, aber Grund genug, es kompliziert zu nennen.
„Schau mal, da gibt’s schon auch einige Kinder…“ – „Na klar, was sollen die auch anderes machen. Ist ja sonst langweilig hier“, lacht D. Stimmt, Montecastelli Pisano ist schon ein sehr kleines Plätzchen. Kaum ein Tourist wird sich hierher verirren, wenn er nicht zufällig hier ein Ferienhaus gemietet hat. Aber das mittelalterliche, verschlafene Städtchen in der Nähe von Siena ist eine Reise wert. Zwar maximal eine halbstündige (mehr gibt’s hier wirklich nicht zu sehen), aber immerhin. 😉
Als mir zum ersten Mal die toskanische Morgensonne ins Gesicht schien… Ich geb’s ganz offen zu… Ich wusste im ersten Moment nicht ganz genau, wo ich war. Das ist mir noch nicht oft passiert, das letzte Mal lag allerdings wenigstens immerhin kein Waschbär neben mir. Ein Waschbär namens Francesco übrigens. Er kann ein ziemlich guter Polsterersatz sein, denn üppige Polster scheint man in der Toskana nicht zu mögen. Zumindest unsere Vermieter nicht.
Ein „Date zu Dritt“ im Dunkeln ist doch im Grunde ein Blind Date. Wenn man einen seiner beiden Begleiter vorher noch nie gesehen hat, ist es dann ein „Blind blind Date“? Jedenfalls, ob Date oder nicht, beim Dinner in the Dark kommen die Gäste einander ohnehin rascher näher, als dem einen oder anderen vielleicht lieb ist.
„Warum verwendet man als Symbol für Liebe ein geschlossenes Schloss“, fragt @freefrosch auf Twitter. Eine gute Frage – und ehrlicherweise dürfte bis heute nicht ganz klar sein, woher dieser Brauch kommt. Und ob er von Anfang an überhaupt mit Liebe zu tun hatte.
Als kleine Romantikerin bin ich ja immer ganz entzückt, wenn ich in Köln, Salzburg oder Wien auf einer von diesen mit Liebesbezeugungen vollbehängten Brücken stehe. Aber gleichzeitig habe ich mir die Frage nach dem Sinn auch schon gestellt. Ich denke, in Wahrheit wollen Paare einfach öffentlich zeigen, dass sie zusammengehören. Auch wenn bis auf die beiden kaum jemand wissen wird, wer sich hinter „A + H forever“ oder „Ewige Liebe, S + K“ versteckt. Ein romantisches Ritual eben.