Alle Beiträge von Sabine

Bettgeschichten

Frau Karrer braucht ein neues Bett. Samt neuer Matratze und neuem Lattenrost. Endlich durchschlafen. Ohne Rückenschmerzen. Und ohne Quietschen. (Krch krch, nein, den Scherz höre ich natürlich zum ersten Mal. ;)) Aber wo anfangen mit der Recherche? Bis auf Ikea, Leiner, Kika und Lutz fällt mir dazu nicht viel ein. Das Online-Angebot ist insgesamt eher mau, die meisten leistbaren Rahmen schauen nach „Naja, zur Not…“ aus und warum Matratzen und Lattenroste in Online-Shops überhaupt abgebildet werden, ist mir nicht klar. Die Unterschiede liegen hier augenscheinlich weniger in der Optik, vielmehr dürfte es irgendwo auf der Welt eine Matratzen-Klon-Machine geben und die dazu gehörenden Texte erinnern mich an für Laien doch sehr gleich klingende Wein-Beschreibungen. „Süffig im Abgang, mit einem Hauch von…“

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Fast wie Urlaub am Meer

kaisermühlen2 _ c sabine karrerStadtkind durch und durch. So würde ich mich grundsätzlich bezeichnen. Allerdings habe ich auch leicht reden. Ich bin Rande Wiens aufgewachsen und lebe dort bis heute. Nicht, dass ich mich nicht schon in anderen Grätzeln nach leistbarem Wohnraum umgeschaut hätte, denn der wird in Kaisermühlen inzwischen immer rarer. Was mich nicht weiter verwundert. Früher wollten nur wenige „über die Donau“ ziehen, heute schätzen immer mehr Menschen das Leben im Grünen, aber eben mit sehr guter Anbindung an die inneren Bezirke. Wenn’s schnell geht, bin ich in 15 Minuten am Stephansplatz. Das führt eben leider auch dazu, dass in meinem Bezirksteil an praktisch jedem Ort, an dem ein altes Haus abgerissen wird, ein neues mit superteuren Eigentumswohnungen entsteht. Früher oder später werde ich mich wohl entscheiden müssen: Weiterhin am Wasser leben, dafür auf ein Zimmer mehr verzichten und meinen cholerischen Nachbarn Herrn Alfred in Kauf nehmen, oder mich nach einem neuen Grätzel umschauen, das mir ein zumindest annähernd so schönes Zuhause bieten kann.

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Verwirrte Generation

Ursprünglich sollte dieser Text „Generation beziehungsgestört“ heißen. Aber abgesehen davon, dass es ein Buch mit dem Titel bereits gibt, wie ich mittlerweile erfahren habe, passt für mich der Ausdruck „Verwirrte Generation“ besser. Wenn ich an mein eigenes Leben denke, wenn ich eure Facebook-Postings und eure Tweets lese, ich führe mit euch unzählige Dialoge, dann fällt mir einfach eine allgemeine Verwirrtheit auf, was Beziehungen betrifft.

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Baustellen aufräumen

Der Morgen könnte besser anfangen. Mit Elan (ich weiß nicht, woher ich den nehme, ich konnte Nachts kaum schlafen) schlinge ich einen Schal (es wird Herbst) um meinen Hals. Der Schal verfängt sich im Schmuckbäumchen auf der Kommode, Ohrgehänge, Ringe, Ketten, der Kleinkram, alles landet großflächig verstreut auf dem Schlafzimmerboden (ich sollte das endlich wegräumen). Ein ganz normaler Montagmorgen eben.

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Mensch oder Maschine?

Selbstbedienungsautomaten. Über das Thema kann ich praktisch zu jeder Uhrzeit lamentieren. Meine ersten Erfahrungen damit: Kaugummiautomaten. Das war damals lustig und wäre es wohl heute noch, würde ich endlich jemanden finden, der schon mal spontan einen Ring rausgedrückt hat, um der Angebeteten einen Antrag zu machen. Diese Geschichte würde ich wirklich gerne erzählen. „Kaugummi-Romantiker“ würde ich sie nennen. Toller als Kaugummiautomaten fand ich aber schon in frühen Jugendjahren den Zuckerlverkäufer ums Eck meiner Schule. Da konnte man sogar anschreiben lassen. Und die Gummischlümpfe waren sowieso besser als die abgefummelten Kaugummikugeln. Weitere Erfahrungen: mäßig. Getränkeautomaten, ja. Oft. Aber ich habe zum Beispiel noch nie ein Kondom aus dem Automaten gezogen, nicht mal einen Tampon. Aber gut zu wissen, dass ich könnte, wenn es sein müsste. In einem Hietzinger Lokal habe ich am Klo übrigens sogar mal einen Dildo-Automaten entdeckt. Zumindest hierzulande war das bisher das skurrilste Fundstück für mich. Was man teilweise an Autobahn-Raststätten in Nachbarländern findet, hatte ich bis zu diesem Moment gerade tatsächlich erfolgreich verdrängt.

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Die schlimmsten und die besten Date-Fragen

Wenn ihr mal herzlich lachen wollt, gebt einfach bei Google Begriffe wie „Erstes Date“ und „Fragen“ ein. Ich hab das vorhin gemacht (Recherche ist für sowas immer eine gute Ausrede ;)) und stelle euch direkt meine Lieblingsfragen vor. Die schlimmsten und die besten, es gibt auf beiden Seiten richtig gute! Wobei mir durchaus klar ist, dass manche Menschen sich emotional auf so ein Date vorbereiten müssen und es für sie vielleicht nicht schlecht ist, sich im Vorfeld ein paar Fragen zu überlegen. Aber hätte ich ein Date und würde merken, dass mein Gegenüber einen Fragenkatalog abarbeitet, würde ich wohl ziemlich rasch die Flucht ergreifen.

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