Return to Sender – ein (T)wandertag am Bisamberg

Gut gelaunt und für einen Samstagmorgen überraschend wach treffe ich (weniger überraschend) etwas unpünktlich bei der Straßenbahnhaltestelle Stammersdorf ein. Weil ich dann doch noch nicht ganz munter zu sein scheine, begrüße ich Thomas, der diesen Tag ermöglicht hat, gleich einmal mit freundlichem Händeschütteln und „Hallo, ich bin die…“. Kurzer Protest bei ihm, kurzes Rotwerden bei mir. Thomas ist nämlich einer der wenigen in der Gruppe, die ich bereits kenne. Er ist der #wienfakt Mann, der die Twittergemeinde regelmäßig mit Wien-Wissen versorgt. Seither weiß ich, in welche U-Bahn-Garnituren ich einsteigen kann, wenn sich die Außentemperaturen auf die 40 Grad zubewegen. Oder dass die letzte schaffnerbetriebene Straßenbahn erst 1996 eingezogen wurde.

Return to Sender – ein (T)wandertag am Bisamberg weiterlesen →

Tod unter der Reichsbrücke

In diesem Text geht es um das Sterben eines mir unbekannten Mannes. Ich stelle das deshalb an den Anfang, weil ich sicher bin, dass nicht jeder so etwas lesen möchte. Überlegt, ob ich das überhaupt veröffentlichen möchte, habe ich lange und intensiv. Ich habe mich schließlich dafür entschieden, denn es ist nun einmal real und es ist mir passiert. Daher ist alles, was ich hier schreibe, auch meine Sichtweise der Dinge. Wie es anderen Menschen geht, die Ähnliches erlebt haben, darüber maße ich mir selbstverständlich kein Urteil an. So viel nur vorab.

Tod unter der Reichsbrücke weiterlesen →

Zu viel Zeug hier, zu wenig Zeug dort

Wochen-, monate-, teilweise jahrelang konnte ich es aufschieben. Mein Kleiderschrank war schon zu lange prall gefüllt mit Gewand, dass mir nie mehr passen und/oder gefallen würde. Ständig, immer häufiger höre ich dagegen von Menschen, die im Gegensatz zu mir nichts haben. Wusste ich natürlich schon. Aber wir kennen alle Gründe, warum man das Unausweichliche aufschiebt: keine Zeit, keine Lust, irgendwann werde ich es schon machen, vielleicht brauche ich es ja doch noch..

Zu viel Zeug hier, zu wenig Zeug dort weiterlesen →

Balkonliebe

Ich wurde inspiriert, hier auch mal weniger zu schreiben. Dann geht nämlich gerade in sehr arbeitsreichen Zeiten mehr. Was mich auf das Thema „mein Sommerarbeitsplatz ist eröffnet“ bringt. Wer sein eigener Chef ist, darf ja praktisch arbeiten, wann, wo und wie er will. Bei mir spielt vor allem das Wo eine übergeordnete Rolle. Wann und wie, da habe ich mein mehr oder weniger fixes System. Aber das Wo, das suche ich mir gerne aus. Hin und wieder sitze ich gerne direkt beim Kunden (wenn man die meiste Zeit ohne Kollegen verbringt, gehen sie einem wirklich ab), meistens wird mein Wohnzimmertisch zum Arbeitsplatz und viel zu selten verbringe ich Zeit auf meinem eigentlichen Schreibtisch. Letzteres liegt daran, dass dieser nicht in einem eigenen Zimmer steht, sondern nur in einem kleinen Teil der Küche – ich will nicht unzufrieden sein, aber nach mehr als drei Jahren der Selbstständigkeit hoffe ich inzwischen darauf, bald eine Wohnung mit eigenem Arbeitszimmer zu finden.

Balkonliebe weiterlesen →

Wien braucht mehr Zivilcourage

Lieber Fahrgast, der kürzlich (zumindest ist es so dem Datum des Youtube-Videos zu entnehmen) in einer Wiener Straßenbahn schlimmen, rassistischen Anfeindungen ausgesetzt war!

Ich habe das dringende Bedürfnis, mich für manche meiner Mitmenschen zu entschuldigen. Es sind dabei nicht einmal nur die Hasstiraden dieses älteren Mannes, die mich zutiefst schockiert haben. Fast noch mehr schäme ich mich für die anderen Fahrgäste, die tatenlos zugesehen haben, wie Sie beschimpft wurden.

Wien braucht mehr Zivilcourage weiterlesen →