Twittagessen: „Fühl‘ mich wie beim Blind Date“

Leute, ich kann #twittagessen nur weiterempfehlen! War gestern wieder einmal mit zwei bekannten (was eher Zufall war) und drei bis dahin unbekannten Gesichtern beim Punschen – und es war wie immer riesig nett! Die Nicht-Twitterer unter euch wollen vermutlich wissen, was ein Twittagessen ist und was das # davor soll. Also… Ein Twittagessen ist eine Möglichkeit, sich mit Menschen zu treffen, die man ansonsten wahrscheinlich gar nicht kennenlernen würde. Über die Plattform twittagessen.de kann jeder ein solches Treffen organisieren – bzw. nachschauen, ob eines in der Nähe stattfindet. Und der Hashtag, also das kleine # vor dem Begriff, dient beim Kurznachrichtendienst Twitter dazu, Tweets zum Thema einfach zu finden.

Chance oder Challenge

Jedenfalls hatten wir schon einige Mühe, einander auf dem doch recht vollen Christkindlmarkt zu finden. Twitter sei dank hat es dann doch noch geklappt. Eine wirklich nette, lustige Runde. Eine der Damen hat mir gleich am Anfang zugeflüstert: „Ich war schon so aufgeregt, das ist ja fast so wie beim Blind Date.“ 😉 Fand ich lieb, die Aussage, vor meinem ersten Twittagessen ziemlich genau ein Jahr davor habe ich mich nämlich sehr ähnlich gefühlt. Du triffst dich mit Menschen, mit denen du bis dahin lediglich Nachrichten ausgetauscht hast. Von denen du meistens nicht mehr weißt, als das, was sie via Kurznachrichten in die Twitter-Welt hinaus senden. Bei denen du manchmal schon Probleme hast, den jeweiligen Twitternamen dem richtigen Profilbild zuzuordnen – das übrigens meistens auch nicht mehr zeigt als einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit. In meinem Fall bin ich beim „ersten Mal“ übrigens gleich auch über 30 praktisch Fremde auf einmal gestoßen. Für aufgeschlossene Menschen ist das eine tolle Sache! Für eher schüchterne Menschen dagegen kann es zur Challenge werden – soll aber auch nicht abschrecken, kann ja auch ein gutes Training sein. 😉

Fremde werden zu Bekannten

Was ein Twittagessen (ein Xing-Treffen oder Ähnliches) von einem Blind Date unterscheidet, ist übrigens, dass in der Regel keiner etwas vom anderen erwartet. (Abgesehen davon, dass einander ohnehin selten nur zwei Personen treffen.) Niemand muss sich fragen: „Bin ich denn richtig angezogen?“, „Was, wenn ich dem anderen nicht gefalle?“, „Was, wenn der andere mir nicht gefällt?“, „Wird meine beste Freundin als Notfall-Joker anrufen, wenn ich mich in einer Stunde nicht mit einem erlösenden ‚er ist nett, es ist auch ganz witzig‘ bei ihr melde?“, „Ob er sich danach wieder melden wird?“,… Genau das macht es im Endeffekt so locker, interessant und wiederholenswert. Ich freue mich jetzt schon, wenn ich meine neuen Bekanntschaften von gestern wieder treffen werde – vielleicht geht sich 2012 noch ein Punsch aus. 😉

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