Liebe heißt Leiden

Um ehrlich zu sein: Die meisten Paare machen mir Angst. Anfangs sind die meisten so offensichtlich glücklich, dass man neidisch werden könnte. Später folgen die ersten Streits, die mal mehr, mal weniger öffentlich ausgetragen werden, aber immer irgendwie wahrgenommen werden (müssen). Und dann kommt hin und wieder der Tag, an dem plötzlich das Telefon läutet: „Wir haben uns getrennt.“ Es folgen Trösten, Tränen trocknen… und die unausweichliche Freundeskreisaufteilung. Klar, wir wollen alle Freunde bleiben. Aber den Ex-Partner der besten Freundin zum Grillen oder zum Geburtstag einladen? Wohl eher nur in der Theorie eine nette Vorstellung. In Wahrheit ist es leider so: Die Trennlinie zieht sich durch den kompletten Freundeskreis. Und wieder einmal hat eine Trennung zwischen zwei Menschen mehr als nur zwei Opfer gefordert. Fragt nicht, was passiert, wenn einer der Freunde auch noch vermeintlich „überläuft“. Danke, das kenne ich auch schon.

Was übrigens auch zurück bleibt, bin ich. Ratlos. Ich glaube nämlich ohnehin nicht mehr so recht an die Liebe. Schon gar nicht an eine, die von Dauer ist. Zwar beobachte ich ab und zu alte, süße Paare und schreibe darüber, weil mir das wenigsten etwas Hoffnung gibt. Aber ich sehe den ganzen Trennungsprozess bereits vor mir, wenn ab und zu ein Anruf kommt und die Freundin am anderen Ende sagt: „Ich hab‘ mich verliebt“, „Wir ziehen zusammen“ oder – Gott bewahre – „Wir werden heiraten“.

Herzen klauen: Wir alle tun es

Im Sinne meiner Freunde sollte ich wohl versuchen, meinen Glauben an „sowas wie Liebe“ wieder zurück zu bekommen. Fragt sich nur, wie. Ein großes Stück davon befindet sich noch immer bei meiner bisher längsten Beziehung, ein paar kleinere Stücke bei den anderen Herren, die mir das Herz gebrochen haben – und ein paar Teile haben liebgewonnene Ex-Partner(innen) von Freund(innen) mitgenommen.

Status Quo also nach wie vor: Es gibt keine Prinzen. Und ehrlich gesagt auch keine Prinzessinnen. Wir sind alle nur Menschen mit Fehlern. Die anderen das Herz klauen. Selbst vermeintlich Unbeteiligten.

Und am Ende bleibt nichts anderes als:

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