Archiv der Kategorie: wiener stadtschmankerln

Just one more Tinder-Story…

Über Dating-Apps ist schon so viel geschrieben worden, dass ich dazu ursprünglich kein Wort mehr verlieren wollte. Nun ist es aber so, dass ich in den letzten Tagen wahnsinnig viel darüber gesprochen habe und inzwischen bin ich ja ein bisschen Expertin in diesem Feld geworden. Und tatsächlich gibt es doch noch etwas zu sagen. Also bitte: Das hier wird dann vermutlich wirklich meine letzte Tinder-Story…

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Warum ich bei McDonald’s frühstücken wollte und das nie wieder machen werde

Das Grätzel rund um die Taborstraße kenne ich recht gut. Vor allem Abends. Mein Stammlokal, das Tachles, ist gleich um die Ecke, außerdem das Bricks, der Würstelstand vorm Bricks, die sehr gemütliche Hammond Bar (eine ausdrückliche Empfehlung von mir, weil sie auch wirklich was von Cocktails verstehen – und okay, rauchen darf man auch ;)), im „Naschkätzchen“ hatte ich mal eine Art Frühstücks-Date, das mexikanische Restaurant Pancho (auch eine Empfehlung), im Sommer lockt der Augarten… Aber findet in der Gegend mal Vormittags ein nettes Lokal für ein schnelles Frühstück.

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Nachts im Wiener Prater

Stille Nacht? Schrille Nacht! Für alle, die etwas erleben möchten, aber auch für Freunde der Langzeitbelichtung ist der Wiener Prater der perfekte Ort. Anfängliche Bedenken, mich Nachts dort aufzuhalten (auch vor mir macht die mediale Berichterstattung leider nicht immer Halt), lösen sich rasch in Luft auf. Beinahe an jeder Ecke begegnen wir Securities, von denen uns einer sogar freundlicherweise den Weg zur nächsten Toilette weist. Normalerweise begegne ich dieser Berufsgruppe eher mit Respektabstand, aber hier finde ich es irgendwie beruhigend.

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Fast wie Urlaub am Meer

kaisermühlen2 _ c sabine karrerStadtkind durch und durch. So würde ich mich grundsätzlich bezeichnen. Allerdings habe ich auch leicht reden. Ich bin Rande Wiens aufgewachsen und lebe dort bis heute. Nicht, dass ich mich nicht schon in anderen Grätzeln nach leistbarem Wohnraum umgeschaut hätte, denn der wird in Kaisermühlen inzwischen immer rarer. Was mich nicht weiter verwundert. Früher wollten nur wenige „über die Donau“ ziehen, heute schätzen immer mehr Menschen das Leben im Grünen, aber eben mit sehr guter Anbindung an die inneren Bezirke. Wenn’s schnell geht, bin ich in 15 Minuten am Stephansplatz. Das führt eben leider auch dazu, dass in meinem Bezirksteil an praktisch jedem Ort, an dem ein altes Haus abgerissen wird, ein neues mit superteuren Eigentumswohnungen entsteht. Früher oder später werde ich mich wohl entscheiden müssen: Weiterhin am Wasser leben, dafür auf ein Zimmer mehr verzichten und meinen cholerischen Nachbarn Herrn Alfred in Kauf nehmen, oder mich nach einem neuen Grätzel umschauen, das mir ein zumindest annähernd so schönes Zuhause bieten kann.

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Mensch oder Maschine?

Selbstbedienungsautomaten. Über das Thema kann ich praktisch zu jeder Uhrzeit lamentieren. Meine ersten Erfahrungen damit: Kaugummiautomaten. Das war damals lustig und wäre es wohl heute noch, würde ich endlich jemanden finden, der schon mal spontan einen Ring rausgedrückt hat, um der Angebeteten einen Antrag zu machen. Diese Geschichte würde ich wirklich gerne erzählen. „Kaugummi-Romantiker“ würde ich sie nennen. Toller als Kaugummiautomaten fand ich aber schon in frühen Jugendjahren den Zuckerlverkäufer ums Eck meiner Schule. Da konnte man sogar anschreiben lassen. Und die Gummischlümpfe waren sowieso besser als die abgefummelten Kaugummikugeln. Weitere Erfahrungen: mäßig. Getränkeautomaten, ja. Oft. Aber ich habe zum Beispiel noch nie ein Kondom aus dem Automaten gezogen, nicht mal einen Tampon. Aber gut zu wissen, dass ich könnte, wenn es sein müsste. In einem Hietzinger Lokal habe ich am Klo übrigens sogar mal einen Dildo-Automaten entdeckt. Zumindest hierzulande war das bisher das skurrilste Fundstück für mich. Was man teilweise an Autobahn-Raststätten in Nachbarländern findet, hatte ich bis zu diesem Moment gerade tatsächlich erfolgreich verdrängt.

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