Liebe Unentschlossene: Geht bitte wählen und entscheidet euch für Menschlichkeit!

Der kommende Wahlsonntag liegt mir verdammt schwer im Magen. Ich habe ganz ehrlich Angst, am Montag mit einem rechtspopulistischen Bundespräsidenten aufzuwachen. Und während ich das schreibe, mache ich möglicherweise genau das, was ich in den letzten Tagen und Wochen so kritisiere: Es geht so häufig darum, was gegen Hofer spricht, und weniger um das, was für Van der Bellen spricht.

Es gibt genügend Gründe, Van der Bellen zu wählen

Dabei gibt es in meinen Augen genügend Gründe, Alexander Van der Bellen aus Überzeugung zu wählen. Ich persönlich schätze ihn, seit ich mich für Politik interessiere, also schon ziemlich lange. Wofür? Zum Beispiel dafür, dass er überlegt, bevor er spricht. Dafür, dass er dann auch die richtigen Worte findet. Nicht hetzerische, populistische Worte wie sein Widersacher. Hofer kann Van der Bellen tausend Mal als alten Trottel hinstellen (Und ja, das tut er. Regelmäßig.), ich würde mir manchmal selbst wünschen, Van der Bellen würde ihm dafür „ans Krawattl gehen“, wie man auf Wienerisch so schön sagt. Aber dann denke ich darüber nach und komme zu dem Schluss, dass es Van der Bellen auch ausmacht, dass er eben genau das nicht tut. Das ist Charakter, das ist wahre Größe und das ist so viel staatsmännischer als das Verhalten des Kontrahenten.

Ich halte Van der Bellen für ziemlich g’scheit und finde, dass er das regelmäßig unter Beweis stellt. Er geht auf die Leute zu und nimmt sie ernst. Er steht für ein gemeinsames Europa ein und das halte ich heute wichtiger denn je. Er nimmt Menschenrechte ernst. Nicht mit einem „Ja, aber…“, sondern so richtig, für alle. So, wie Menschenrechte eben zu verstehen sind. Und das sind Dinge, die mir sehr wichtig sind. Über seine Ziele und Inhalte könnt ihr euch bis Sonntag noch unter vanderbellen.at informieren, macht euch einfach selbst ein Bild.

„Ich vertraue Alexander Van der Bellen.  Ich habe das Glück, in einem friedlichen Land zu leben, und möchte, dass das auch weiterhin so bleibt. Das kann nur mit einem Bundespräsidenten an der Spitze gelingen, der weise handelt anstatt zu hetzen, der eint anstatt zu trennen. Deshalb mein Kreuzerl für Offenheit, Vielfalt und eine gute Zukunft für uns alle.“

Dieses Statement habe ich auf der Seite vander.at veröffentlicht. Es war mir wichtig und es ist es immer noch. Genau so einen Bundespräsidenten wünsche ich mir.

Von mir aus wählt auch einfach das „kleinere Übel“

Und bitte, echt jetzt: Solltet ihr noch immer schwanken und sollte euch Van der Bellen wirklich höchstens wie das „kleinere Übel“ vorkommen (auch das höre ich neben all der Unterstützung in meinem Freundes- und Bekanntenkreis natürlich), dann wählt ihn doch einfach trotzdem. Jeder von euch hat genau eine Stimme zur Verfügung. Nutzt diese, um jemanden zum Bundespräsidenten zu machen, der unser schönes Land auch tatsächlich als solches repräsentieren kann.

Aber wer bin ich, euch meine Meinung aufzwingen zu wollen, das ist nicht mein Ziel. Ich kann nur schreiben, was ich mir denke und wünsche. Euch dafür danken, dass ihr es gelesen habt. Und hoffen, dass ihr euch am Ende für ein friedliches Zusammenleben und für Menschlichkeit entscheidet.

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